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Fiona Link

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Fiona Link wurde 1978 geboren und hat zwei Kinder, die sich zurzeit beide, wie sie auch, in der Lehre befinden. Sie absolviert seit August 2018 eine Lehre als Mediamatikerin. 

 

 

Berichte

Warum Mediamatikerin?

August

2017

Ja, warum ausgerechnet dieser Beruf? Am Anfang des Berufsfindungsprozesses war ich sehr unsicher, ob ich wirklich den Beruf wählen „darf“, der mir am besten gefällt. Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Soll ich nicht doch eine Ausbildung wählen, die möglichst schnell und einfach zu erreichen ist? In Berufen, in denen ich schon Erfahrungen mitbringe, wie zum Beispiel Damenschneiderin, Modeberaterin oder im Detailhandel?

 

Da sträubte sich aber etwas in mir. In diesen Berufen sehe ich für mich weder Zukunftschancen noch verbinde ich mit ihnen positive Gefühle. Ich sehe mich nicht, jeden Tag in diesen Berufen zu arbeiten. Darum etwas anderes, darum Mediamatikerin.

 

In der 4-jährigen Ausbildung zur Mediamatikerin werde ich in verschiedenen Bereichen ausgebildet, etwa in Multimedia, Informatik, Marketing, Projektmanagement. Diese Vielfältigkeit und die Kreativität, die es dazu braucht, faszinieren mich. Wenn ich an das Arbeiten in diesem Beruf denke, entstehen sofort Bilder vom Fotografieren, Gestalten, Programmieren, Tüfteln. Vom Entstehen lassen einer Webpage, davon, Projekte von A bis Z durchzuziehen, und davon, gemeinsam mit dem Kunden ein gutes Projekt zu realisieren. Das lässt meine Augen leuchten. 

 

Diese Begeisterung hat auch die Beraterin des Berufs- und Informationszentrums (BIZ) bemerkt. Sie half mir sehr, mich für den Beruf zu entscheiden, den ich wirklich will, und mich von meinen Bedenken zu lösen, dass ich den gleichen Beruf lernen werde wie mein Sohn.

 

Die letzten 17 Jahre habe ich mit Familienmanagement und Kinderbetreuung verbracht. Ich habe an einigen selbständigen Projekten und in vielen Hilfsjobs gearbeitet, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Nun sind die Kinder selbst auf Berufs- und Lehrstellensuche. Sie werden jeden Tag selbständiger und somit flügge. Nun kommt meine Zeit. Ich werde noch gut 30 Jahre arbeiten, und es ist mir viel Wert, diese Zeit in einem Beruf zu verbringen, der mich erfüllt. Am liebsten möchte ich sofort damit beginnen.

JumpIn - Ausbildungsbeginn

Mai

2019

JumpIn: Am 6.8.18 begann meine Ausbildung im JumpIn in Fiesch. Ich war sehr gespannt und recht nervös. Die Lehre zu beginnen, und gleich mit einem Lager, war für mich sehr herausfordernd. Anfangs schauten die jungen Lernenden mich etwas schräg an, bis sie sich getrauten zu fragen, wer ich bin und was ich für eine Funktion habe. Und so brach nach und nach das Eis. Für mich war es sehr spannend zu beobachten, wie die Jungen auf einander zugehen, wie sich Gruppen bilden, und wer welche Rolle bei Gruppenarbeiten einnimmt. Alles in allem war es eine super Erfahrung, tolle Gruppenarbeiten und genügend Sport.

Berufsbildungszentrum BBZ: Am 13.8.18 startete ich die Berufsschule. Erst gab es eine Umfangreiche Einführung mit dem Schulleiter Oli Plüss und unserer Klassenlehrerin Gisela Hirschi. Die Berufsschulklasse ist zusammengewürfelt aus Lernenden der BCB, BICT, Swisscom, NYP und Band Genossenschaft. Ich fühle mich recht wohl in meiner Klasse, es gibt sozusagen keine Berührungsängste oder komische Situationen wegen dem Altersunterschied. Einzig, einige haben mich wohl schon als Streberin abgestempelt. Und sie haben zum Teil auch recht. Mir ist es extrem wichtig im Unterricht gut mitzukommen, mache mir Notizen und erledige die Hausaufgaben.

 

Der allgemeinbildende Unterricht ist für mich viel zu langfädig aufgebaut, sicherlich genau richtig für die Jugendlichen. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich den Lerninhalt dieser Fächer in Eigenregie lernen kann, ich muss nur zu den Tests ins BBZ gehen. Den Unterricht der Berufsspezifischen Fächer werde ich weiterhin jede Woche besuchen. Die Fächer machen mir sehr viel Spass. Mich interessieren die Materie der Typografie und der Farben. Multimedia-Technik ist für mich sehr gut aufgebaut. Ich war sehr erstaunt, dass ich in Informatik so gut mitkomme. Das Umrechnen von Dezimal- Hexadezimalzahlen usw. ist so schön logisch aufgebaut, dass ich zum ersten Mal Mathematik mag.

Berufsbildungscenter Bbc: Rückblickend auf die schon vergangenen 3 Wochen hier im Bbc kann ich schon mal sagen, dass ich mich immer wohler fühle. Das Thema Office Grundlagen ging mir viel zu schnell. Ich kam fast nicht mit. Alles war neu, so Vieles an das ich denken musste, so Vieles das unter Zeitdruck und terminiert beendet und abgegeben werden musste. Das Thema Bewertung ist auch etwas Neues für mich. Anfangs war ich sehr unsicher, konnte mich so gar nicht einschätzen und hatte grosse Angst nicht mitzukommen. Das hat sich schon stark verändert. Ich bin sicherer und ruhiger. Ich freue mich auf den nächsten Monat und weitere Herausforderungen.

Mittendrin

September

2019

Den September starteten wir mit dem Thema Kommunikation. Kommunikation ist der Informationsaustausch zwischen Sender und Empfänger. Kommunikation funktioniert zwischen Lebewesen wie auch zwischen Geräten, verbal, mit Signalen oder nonverbal, auf der Gefühlsebene (Kinetik).

Arijana führte uns in der zweiten Woche durch das Thema Marketing, Werbung, PR und Social Media. In der Woche wurde viel Inhalt zur direkten Anwendung übermittelt. Es war daher sehr lebhaft hier. Mit Huma und Alexandra erstellten wir ein Guerilla-Marketing-Konzept für eine Telco Firma “Sugar”. Erst war es etwas schwierig als Gruppe zusammenzufinden, und mit unseren Ideen auf einen Nenner zu kommen. Schlussendlich stellten wir aber doch ein (meiner Meinung nach) stimmiges und gutes Konzept auf die Beine.

In einer weiteren Gruppenarbeit, diesmal mit Lea und Nicola, dachten wir uns einen Bbc Insta-Post aus. Idee, Konzept, Visualisierung und die dazugehörige Aussage. Wir entschieden uns sehr schnell für das Thema Wachsen. Eine leere Halle war der perfekte Ort um unser Shooting zu machen. Die leere Halle bot uns zudem sehr viel weiss. Im Bbc ist vorgegeben, dass auf allen Fotos und visuellen Informationen ein grosser Weissanteil vorhanden sein soll. Wir bauten zwei verschieden hohe “Stehpulte” mit Paletten auf. Der Grösste, Sven, und der Kleinste, Noa, stellten sich als Akteure zur Verfügung. Sie arbeiteten nebeneinander, stehend an den “Paletten-Pulten”. Der Claim zu diesem Bild ist “Wir bieten Platz zum Wachsen”. Wir fanden diese Aussage passend zum Bbc. Dieser Auftrag war gleichzeitig ein kleiner “Wettbewerb”. Für diesen Auftrag gab uns Stumi eine kurze Einführung in die Fotografie. In den Herbstferien möchte ich mich wieder mit dem Fotografieren befassen. Die letzten Jahre habe ich fast nur noch sporadisch mit dem Handy fotografiert.

Ein sehr wichtiges und mich faszinierendes Thema ist Corporate Identity und Corporate Design. Kurz schauten wir noch Produkt und Vertrieb an und gingen dann über zum nächsten Thema, dem Projektmanagement.

Wieder in einer Gruppenarbeit erstellten wir einen Projektstrukturplan für den nächsten Tag der offenen Tür im Bbc. Dieser Plan enthält alle Teilaufgaben und die dazugehörigen Arbeitspakete. Ausgehend von diesem Plan machten wir den Gantt-Plan/die Timeline zu den Arbeitspaketen. Und auch diese, wie alle anderen Arbeiten, wurde vor allen präsentiert. Als Themen-Abschluss mussten wir wieder ein Cheat-Sheet erstellen. Diesmal über die Projektmethode IPERKA. Das Sheet sollte zudem gestaltet sein. Ich machte meines im Photoshop. Versuchte mich erst am Darstellen von Rauchschwaden, was leider nicht funktionierte. In den Herbstferien werde ich sicher versuchen diesen Effekt hinzubekommen.

Diese Woche starteten wir mit dem Thema PC-Grundlagen. Gestern lernten wir alle Komponenten und ihre Spezifikationen kennen. Wir bauten zu zweit einen PC zusammen. Dieses Thema geht morgen noch weiter. Es ist eine super Vorbereitung für den ersten ÜK nach den Herbstferien.

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