Projektinformationen

Warum dieses Projekt?

Mit einer breit angelegten kantonalen Projektträgerschaft bietet die Stanley Thomas Johnson Stiftung 55 motivierten Personen die Chance, ihre berufliche Grundausbildung nachzuholen und sich für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Priorität haben Personen, die eine Berufslehre abschliessen wollen. Es sind aber auch Erstabschlüsse im Tertiären Bereich (Tertiär B) möglich. Wer die Kriterien für eine Aufnahme ins Programm erfüllt, kann die 2. Chance packen und sich für das Programm bewerben. Ziel des Projekts ist die Vorbeugung bildungsbedingter Armutsgefährdung.

>Trägerschaft 

Zielgruppen

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt richtet sich an die folgenden drei Hauptzielgruppen:

Zielgruppe 1:

«Selbstversorger», d. h. Personen, die sich bis jetzt finanziell selber «durchschlagen» und nicht unterstützt werden (z. B. alleinerziehende Wiedereinsteigerinnen, Personen ohne Grundausbildung, die stets gearbeitet haben).

Zielgruppe 2:

Durch Dritte unterstützte Personen (z. B. durch den Sozialdienst unterstützte Personen oder Erwerbslose, die beim RAV angeschlossen sind).

 

Zielgruppe 3:

Personen mit Migrationshintergrund (z. B. anerkannte oder vorläufig aufgenommene Flüchtlinge mit Status F).

Inhalt

Was bietet das Projekt?

Gemäss Schätzungen leben in der Schweiz rund 400 000 Personen im Alter von 25 bis 54 Jahren ohne abgeschlossene Ausbildung (Sekundarstufe II). Die meisten dieser Personen haben ihre Ausbildung abgebrochen. Sie sind vermehrt gefährdet, arbeitslos und von der Sozialhilfe abhängig zu werden.

 

Diese Personen bilden ein enormes Potential. Einerseits gibt es unter ihnen Zehntausende, die ihre Ausbildung nachholen möchten, diese aber selber nicht finanzieren können. Andererseits suchen viele Unternehmen in der Schweiz nach engagierten Lehrkräften. Anstatt Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren, könnten mit Hilfe der Nachholbildung einheimische Fachkräfte gewonnen werden.

 

Das Pilotprojekt «2. Chance auf eine 1. Ausbildung», das im Jahre 2016 gestartet ist, ist in vollem Gang. Aus über 200 Bewerbungen wurden in der ersten Ausschreibung 34 Personen für das Programm ausgewählt. Die meisten dieser Personen haben im Sommer 2017 mit ihrer Ausbildung begonnen.

> Mehr zum Pilotprojekt … 

 

Die Ausschreibung 2018 des Projekts unterstützt insgesamt 50 Personen: je hälftig «Selbstversorger» und «unterstützte Personen» inklusive Personen mit Migrationshintergrund. Diejenigen, die durch die Stiftung finanziert werden, erhalten finanzielle Unterstützung für die materielle Grundsicherung, für die Ausbildungskosten sowie für situationsbedingte Leistungen.

> Zielgruppe

> Finanzierung

Bei der Suche nach einer Lehrstelle sowie während der Ausbildung werden alle Projektteilnehmenden von einem erfahrenen Coach betreut und beraten. Der Coach hilft mit, die Teilnehmenden auf die Lehre vorzubereiten, gibt ihnen während der Ausbildung Rückhalt und berät sie bei allfälligen Schwierigkeiten und Problemen. Das Coaching findet meistens in Gruppen statt. Die Gruppe ist eine zusätzliche Motivationsquelle und hilft beim Informations- und Erfahrungsaustausch. Bei Bedarf kann auch die Arbeitgeberin mit dem Coach Kontakt aufnehmen.

Finanzierung

In welchem Rahmen werde ich beim Projekt finanziell unterstützt?

Für das Projekt berücksichtigt werden Personen, die nicht über genügend Einkommen und Vermögen verfügen, um sich eine Ausbildung selber zu finanzieren.

 

Die finanzielle Unterstützung Ihrer Ausbildung erfolgt subsidiär. Das bedeutet: Die Stanley Thomas Johnson Stiftung unterstützt nur dann, wenn eine Finanzierung der Ausbildung weder privat noch durch Dritte (Kanton, Gemeinden oder andere potenzielle Geldgeber) möglich ist. Für die Berechnungen gelten die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS, Ausgabe 2016).

> Richtlinien SKOS 

 

Bei Personen, die nicht über genügend Einkommen und Vermögen verfügen, übernimmt die Stanley Thomas Johnson Stiftung die materiellen Grundkosten nach den schweizerischen SKOS-Richtlinien sowie die Ausbildungskosten. Wie stellen sich diese Kosten zusammen?

> Berechnungsgrundlage

 
 
 

Berechnungsgrundlage

Wie rechne ich aus, ob ich finanzierungsberechtigt bin?

Mit der finanziellen Unterstützung der Stiftung soll die materielle Grundsicherung der Projektteilnehmenden während der Ausbildungsdauer sichergestellt werden. Die materielle Grundsicherung umfasst anteilsmässig den Grundbedarf für den Lebensunterhalt, die Mietkosten und die medizinische Grundversorgung. Für die Berechnungen gelten die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS, Ausgabe 2016).

> Richtlinien SKOS 

 

Auch die Erziehungsdirektion des Kantons Bern berechnet die Stipendienbeiträge gemäss dieser Richtlinien. Für die Berechnung wird der Lohn mit einbezogen, den Sie während der Ausbildung verdienen. Was gehört zur materiellen Grundsicherung?

> Materielle Grundsicherung

 

Erste Ergebnisse aus dem Pilotprojekt

Wie sind die Kennzahlen des Projekts?

Das Pilotprojekt «2. Chance auf eine 1. Ausbildung», das im Frühling 2016 lanciert wurde, ist gut unterwegs. Aus den über 200 Bewerbungen wurden 34 Personen ausgewählt. 16 Personen befinden sich zurzeit noch Ihrer Ausbildung, 4 Teilnehmende haben Ihre Lehre bereits im Herbst 2018 abgeschlossen, 1 Person hat noch keine Lösung. Sie wird durch die Stiftung weiter betreut, mit dem Ziel, ihr bald einen Lehrstellenplatz zu finden. 13 Personen sind aus unterschiedlichen Gründen aus dem Projekt ausgeschieden.

 

Die Mehrheit der Projektteilnehmenden hat sich für eine 3- bis 4-jährige Lehre entschieden, einige wenige machen eine verkürzte Lehre, eine Person holt eine tertiäre Ausbildung nach.

Rund die Hälfte der finanzierten Personen des Pilotprojekts sind Schweizer Bürger, die andere Hälfte verfügt über Aufenthaltsstatus C, B oder F. Knapp zwei Drittel der Teilnehmenden sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, ein Drittel ist über 40 Jahre alt.

 

Die Phasen 1-4 des Pilotprojekts wurde von der Erziehungsdirektion evaluiert.

> Hier geht's zum Evaluationsbericht

 

 

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