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Johny Wäfler

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Johny Wäfler absolviert seit August 2017 eine Lehre als Elektroinstallateur EFZ. Johny ist 28 Jahre alt, verheiratet und wohnt mit seiner Frau in Kehrsatz.

 

 

Berichte

Ich bin total motiviert!

April

2019

Hallo, mein Name ist Johny. Ich bin 27 Jahre alt. Ich habe die Chance erhalten bei Kohler Elektro Bern AG eine Lehre als Elektroinstallateur EFZ nachzuholen. Vielleicht habt ihr schon von mir gelesen. Über mich wurden schon einige Zeitungsartikel im Zusammenhang mit dem Projekt veröffentlicht. Ich erzähle euch gerne von meinen Erfahrungen in diesem Prozess. Vielleicht hilft es anderen, den Mut zu fassen, eine 1. Ausbildung nachzuholen. Es braucht nämlich schon etwas Mut, mit 25 nochmal eine Lehre zu beginnen.

 

Wieder in die Schule und Lernen – das ist für mich eine Herausforderung. Es fällt mir nicht einfach, nach so vielen Jahren wieder Schüler zu sein und neben Arbeit und Familie am Abend noch zu lernen. Ja, das ist eine ziemliche Herausforderung. Meine Frau und mein Umfeld stehen jedoch voll hinter mir und es ist auf jeden Fall machbar mit der nötigen Entschlossenheit.

 

Auch wenn die Schule eine Herausforderung ist, bin ich entschlossen die Lehre erfolgreich zu absolvieren. Ich liebe meinen Beruf und die spannenden Momente, die ich täglich an meinem Arbeitsplatz erlebe. Ich bin nämlich sehr viel unterwegs und habe sehr viele Kundentermine. Der Kontakt zu Kunden gefällt mir sehr. Diese Art von Arbeit liegt mir, schliesslich habe ich zuvor schon fünf Jahre im Kundenservice bei Fust gearbeitet. Nur, dass ich jetzt den Kundenkontakt mit der Art von Arbeit verbinden kann, die mir wirklich gefällt.

 

Die Lehre als Elektroinstallateur und die Berufsperspektiven geben mir Stabilität und eine Perspektive für meine Zukunft. Ich hatte wirklich Glück mit meinem Ausbildungsbetrieb. Mein Chef, Beat, ist wirklich top. Er hat mich von Anfang an unterstützt und auch auf gute Art gefördert. Er verlässt sich auf mich und übergibt mir Verantwortung. Das ist wichtig für mich. Es bedeutet mir viel, meine Arbeit gut zu machen. Ich will nach der Lehrabschlussprüfung unbedingt weitermachen. Mein Traum ist es, dass ich anschliessend den Elektroprojektleiter mache und in Zukunft selber ein Team leiten kann.

 

Mal schauen, was dieses Jahr noch so bringt. Bis zum nächsten Mal.

 

Johny

Ein turbulenter Start ins neue Semester

Februar

2020

Der Start ins neue Semester war ganz schön stürmisch. Die Erwartungen an uns Lehrlinge wird von Jahr zu Jahr höhergeschraubt. Aber das werde ich schon meistern. Mit der grossartigen Unterstützung von meiner Familie und meinen Freunden sehe ich positiv in die Zukunft. Doch es scheint leider nicht allen so zu gehen. Bisher haben bereits drei meiner Klassenkammeraden die Lehre abgebrochen. Einer sagte mir, er wolle jetzt «Businessman» werden.

Ich finde, die Lehre abzubrechen, ist kein Ausweg! Hier rede ich aus Erfahrung. Auch ich habe 2009 eine Lehre abgebrochen. Oft ist man sich nicht bewusst, welche berufliche, finanzielle und sogar familiäre Folgen ein solcher Schritt haben kann. Ich finde das schlecht und rate jedem davon ab. Eine Lehre, egal welche, kann manchmal hart sein und sie verlangt Durchhaltewillen. Mein Tipp an alle Lehrlinge: Zieht eure Lehre durch! Sie ist etwas sehr Wichtiges für eure berufliche Laufbahn und euer Leben generell. Später, wenn man die Lehre gemeistert hat, kann man stolz sein, auf was man alles erreicht hat.

Bis dahin heisst es durchhalten. Das Klassenklima ist leider momentan auch nicht gerade das angenehmste. Einige meiner Klassenkammeraden sehen den Ernst der Lage nicht wirklich und stören manchmal den Unterricht beträchtlich. Ich konzentriere mich auf mich selbst. Mit meinem Lernerfolg bin ich im Gross und Ganzen zufrieden. Mir gefällt die Lehre als Elektroinstallateur EFZ nach wie vor. Auch heute noch würde ich mich für diese Lehre entscheiden, wenn ich die Auswahl hätte.

Eine Lehre ist eine Herausforderung und nicht immer einfach. Aber ich bin mir sicher, der Aufwand lohnt sich! Ich bin unendlich dankbar für die tolle Hilfeleistung der Stanley Thomas Johnson Stiftung, meinen Chef und meiner Freunde. Die Hilfe, die ich bis heute erhalten habe, ist nicht selbstverständlich.

Herzlichen Dank an alle!

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