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Karime Pimentel

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Karime Pimentel ist 1985 geboren und stammt ursprünglich aus Oaxaca in Mexiko. In Ihrer Heimat absolvierte sie erfolgreich das Gymnasium und begann anschliessend Psychologie an der Universität Vasconcelos in Oaxaca zu studieren. Nebenberuflich führte Karime Pimentel ihren eigenen Coffeeshop, um sich ihr Studium eigenständig finanzieren zu können. Ende des zweiten Studienjahres reiste sie erstmals in die Schweiz und verliebte sich sofort in das idyllische Land. Entschlossen wanderte sie noch während ihres Studiums in die Schweiz aus. Im August 2018 hat Karime Pimentel ihre zweijährige Nachholbildung nach Art. 32 BBV als Fachfrau Betreuung Kind EFZ begonnen.

 

 

Berichte

Ich bin überglücklich meine Traumlehrstelle gefunden zu haben!

Juli

2019

Vor sechs Jahren immigrierte ich in die Schweiz. Ich fühlte mich, trotz anfänglicher Sprachschwierigkeiten, sofort pudelwohl in meiner neuen Wahlheimat. Obwohl ich bis heute noch ab und an Heimweh verspüre, habe ich nie an meiner Entscheidung gezweifelt. Ich bin unendlich dankbar, dass ich so herzlich aufgenommen wurde und ich die einzigartige Chance erhalten habe am Projekt «2. Chance auf eine 1. Ausbildung» teilzunehmen.  

Ich war schon von klein auf immer eine sehr kontaktfreudige Person. Daher war mir schnell klar, dass eine Lehre als Fachfrau Betreuung Kind die perfekte Ausbildung für mich sein würde. Der Wunsch, in einer Montessori-Kindertagesstätte zu arbeiten, wurde immer grösser, sodass ich mich eines Tages entschied, mich spontan bei einer solchen zu bewerben. Ich hatte grosses Glück und wurde kurze Zeit später zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Freudestrahlend vernahm ich nur wenige Tage später, dass ich den Lehrstellenplatz erhalten werde.

An meinem ersten Arbeitstag war ich wahnsinnig nervös. Doch meine anfänglichen Ängste verflog wie im Nu bereits nach der ersten Woche. Meine Chefin sowie auch all meine Kolleginnen sind herzensliebe Menschen, die seit dem ersten Tag an mich glauben und mich unterstützen, wo ich es benötige. Ich bin sehr dankbar in einem solch tollen Team arbeiten zu dürfen.

Anfangs plagte mich das mulmige Gefühl, dass ich mit Abstand die älteste Auszubildende sein werde, was mich ein wenig verunsicherte. Ganz zu meinem Erstaunen war dies jedoch nicht so. Zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, die im Erwachsenenalter eine Erstausbildung absolviert, bestärkt mich umso mehr in meiner Entscheidung. Dank der zusätzlichen Hilfeleistung durch meine Lehrberaterin wurde ich auch in der Schule immer selbstsicherer. Meine Noten verbesserten sich rasant und ich bin stolz, meine erste 5,1 erhalten zu haben! All dies lässt meine Motivation von Tag zu Tag grösser werden und ich freue mich riesig auf die kommenden Lehrjahre.

Bis zum nächsten Mal liebe Leser!

 

Mit Musik, Kunst und voller Zuversicht in Richtung Lehrabschluss

April

2020

Bereits vor Beginn meiner Lehre wusste ich, eine Ausbildung zur Fachfrau Betreuung Kind EFZ wird für mich kein Zuckerschlecken werden. Doch ich kann euch allen sagen, je näher der Lehrabschluss rückt, desto stolzer kann man auf all das zurückschauen, was man schon erreicht hat. Mit Geduld immer am Ball zu bleiben, lohnt sich. Auch meine Noten wurden von Semester zu Semester besser. Die harte Arbeit zahlt sich definitiv aus!

 

Die Tage können lange und sehr anstrengen sein. Dennoch ist und bleibt es für mich mein Traumberuf. Ich gehe jeden Abend zufrieden nach Hause. Mein Beruf ist für mich sehr erfüllend und er wurde es umso mehr, als ich begann Musik und Kunst in meinen Arbeitsalltag zu integrieren.

Die Kinder lieben die musikalische Unterhaltung. Deswegen habe ich mir auch kürzlich eine Ukulele gekauft. Ich freue mich schon auf meine erste Musikunterrichtsstunde. Meiner Meinung nach ist es nämlich wichtig, den Kindern so viel Wissen wie nur möglich weiterzugeben, sodass jedes Kind bestmöglich und individuell gefördert werden kann. Aus derselben Überzeugung habe ich auch einen Ton-Kurs besucht. Somit kann ich auch auf dem künstlerischen und kreativen Wege Inhalte vermitteln.

Obwohl ich mich sehr auf den Sommer und den Lehrabschluss freue, schaue ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diesen zukünftigen Meilenstein in meinem Leben. Der Grund dafür ist, dass ich meinen jetzigen Arbeitgeberbetrieb nach Abschluss meiner Lehre verlassen werde. Die Struktur des Betriebes erlabt es bedauerlicherweise nicht, mir eine langfristige Anstellung anzubieten.

Die Vorfreude und Neugier auf alles, was mich nach meiner Lehre erwarten wird, überwiegt allerdings mein Bedauern. Ich werde mich zuversichtlich auf die Job-Suche begehen. Mit der super Unterstützung von meinem Coach, Urs Gretener, fühle ich mich gewappnet und bereit, mich auf ein Neues in den Dschungel der Stellensuche zu begehen.

Ich grüsse euch alle herzlich!

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